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Welche Lösungsansätze gibt es für das Problem der unnatürlichen eigenen Stimmwahrnehmung?

Die Ursache für die unnatürliche Wahrnehmung der eigenen Stimme zu identifizieren ist nicht immer einfach.

Um herauszufinden, ob Okklusion das Problem verursacht, gibt es einen einfachen Test. Lassen Sie den Hörgeräteträger einen Satz mit mehreren Vokalen bei ein- und ausgeschaltetem Hörgerät sprechen. Wird kein Unterschied wahrgenommen ist Okklusion die Ursache. Um den Okklusionseffekt zu reduzieren, wird gewöhnlich das Vent vergrößert. Hierdurch wird die unnatürliche Wahrnehmung der eigenen Stimme gelindert, allerdings auf Kosten der Hörleistung. Denn durch die Öffnung des Vents gelangen auch unverarbeitete Umgebungsgeräusche ans Ohr, die vor allem in lauten Umgebungen den Ausgangsklang der Hörsysteme überlagern. Nichts desto trotz werden offene Anpassungen immer beliebter, wodurch der Okklusionseffekt etwas an Bedeutung verliert.

Bleibt als Ursache für die unnatürliche Wahrnehmung der eigenen Stimme noch die Verstärkung über die Hörsysteme. Dieses Problem kann theoretisch einfach durch die Reduzierung der Verstärkung gelöst werden. Allerdings nicht ohne Nachteile. Auch externe Klänge (andere hörbare Informationen in der Umgebung) werden damit reduziert. Die Reduzierung des Ausgangs hat also auch die Reduzierung von hörbarer Information zur Folge. Damit sinkt auch die Chance auf ein besseres Sprachverstehen. Insgesamt schmälert die Reduzierung der Verstärkung die Leistung der Hörsysteme und nimmt dem Hörgeräteträger somit ein Stück weit die Vorteile eines Hörsystems.

Wie Sie sehen, gibt es bis dato keine wirkliche Lösung für die unnatürliche Wahrnehmung der eigenen Stimme, die durch die Hörsystemverstärkung verursacht wird. Aber warum ist das Problem so schwer zu lösen?

Im nächsten Blogbeitrag unserer dreiteiligen Serie erfahren Sie mehr darüber.

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