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Erkenntnisse EuroTrek 2018: 40% der hörgeschädigten Personen in den letzten fünf Jahren einen Hörtest erhalten - Signia zur Akzeptanz von Hörgeräten.
2019-01-29

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Erkenntnisse EuroTrak 2018: Akzeptanz von Hörgeräten

In den französischen und deutschen EuroTrak Studien 2018 wurden mehr als ein Drittel der Teilnehmer mit Hörgeräten ausgestattet. Die aus den Stichproben gesammelten Daten geben den Herstellern wertvolle Einblicke darin, wie Hörgeräte den Teilnehmern helfen und warum manche Personen trotz Hörverlust sich dafür entscheiden, keine Hörgeräte zu tragen.

 

Laut den EuroTrak 2018 Umfragen für Deutschland und Frankreich haben ca. 40% der hörgeschädigten Personen in den letzten fünf Jahren einen Hörtest erhalten. Etwa 80% dieser Menschen haben mit ihrem Arzt über ihren Hörverlust gesprochen und über 55% von ihnen wurde zu Hörgeräten geraten. Allerdings entscheiden sich weniger als die Hälfte der diagnostizierten Personen für Hörgeräte.

Akzeptanz von Hörgeräten

Der EuroTrak Studie 2018 zufolge ist die Akzeptanz von Hörgeräten seit 2015 um mehr als 2% gestiegen. Dieser Aufwärtstrend impliziert weiteres Wachstum und eine mögliche Beschleunigung des Trends.

Da sich die Technologie und die Audioqualität von Hörgeräten ständig verbessern, stehen immer mehr Menschen der Idee aufgeschlossen gegenüber, sich Hörgeräte anpassen zu lassen. Die Größe der Geräte spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Entscheidung, ob schwerhörige Menschen sich für eine Investition in Hörgeräte entscheiden oder nicht. Da die Geräte jedes Jahr kleiner und kompakter werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen Hörgeräte akzeptieren. Fortschritte wie Bluetooth-Konnektivität und OVP™ (Own Voice Processing) helfen ebenfalls, das Interesse an Hörgeräten zu wecken.

Der Weg zu Hörgeräten

Nach einem Hörtest wurden ca. 70% der Personen mit Hörverlust von ihrem Allgemeinmediziner zu einem HNO-Arzt überwiesen. Auf die Frage, wie sie nach Hörgeräten recherchieren, antwortete ein signifikanter Teil der Befragten (21-26%), dass sie das Internet nutzen, um sich über Hörgeräte zu informieren. Die gefundenen Informationen kamen von Suchmaschinen, Websites der Hersteller und Akustikern.

Von den 59% der Personen, die Hörgeräte ablehnen, informierten sich 44-48% nicht darüber. Während die Studie sich mit persönlichen Gründen befasst, die zur Ablehnung von Hörgeräten führen, stellen falsche Vorstellungen und fehlende Informationen wahrscheinlich ebenfalls ein Teil der Entscheidung dar.

Gründe für die Ablehnung von Hörgeräten

In der französischen EuroTrak Studie stellen die Kosten einen der Hauptgründe für die Ablehnung von Hörgeräten dar. Zwischen Terminen bei einem Audiologen, Anpassungen und dem Hörgerät an sich haben viele Menschen das Gefühl, dass Hörgeräte außerhalb ihrer Preisklasse liegen. Jedoch glauben nur 38% dieser Leute, dass eine dritte Partei bereit wäre, einen Teil der Kosten zu übernehmen.

Im deutschen Teil der Umfrage liegt der Hauptgrund für die Ablehnung von Hörgeräten darin, dass die Befragten unzufrieden mit der Leistung der Geräte in lauten Umgebungen sind. Viele dieser Befragten berichteten, dass sie in normalen Situationen gut genug hören.

In der französischen Studie nennen 51% der Teilnehmer Scham als Grund, warum sie keine Hörgeräte tragen. Viele von ihnen haben das Gefühl, dass sie durch die Verwendung von Hörgeräten soziale Ausgrenzung erfahren würden und dass die Geräte mit ihrem Selbstbild kollidieren. Während nur 32% der deutschen Nicht-Nutzer dies so sehen, ist dies immer noch eine beträchtliche Zahl.

Aus diesem Grund arbeiten Hörgerätehersteller weiter daran, Vorurteile durch attraktives Design und verbesserte Funktionalitäten abzubauen und diese wachsenden Vorteile in enger Zusammenarbeit mit Hörgeräteakustikern zu kommunizieren. Diese Bemühungen zielen darauf ab, veraltete Vorurteile zu beseitigen und immer mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich über die Fähigkeiten moderner Hörgeräte zu informieren.

Lesen Sie mehr über die EuroTrak 2018 Ergebnisse

Die 2009 von der European Hearing Instrument Manufacturers Association (EHIMA) ins Leben gerufene EuroTrak-Umfrage analysiert Informationen von tausenden von Menschen mit Hörverlust in mehreren europäischen Ländern. Viele dieser Teilnehmer tragen selbst Hörgeräte, und ihre Antworten auf den Fragebogen geben uns einen Einblick in die Ansichten der Hörgeräteträger. Lesen Sie in unserer Serie, was wir aus der EuroTrak 2018-Umfrage in Frankreich und Deutschland, den beiden größten Hörgerätemärkten Europas, gewonnen haben.

Erkenntnisse EuroTrak 2018: Häufigkeit von Hörverlusten

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