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Innovationen der Zukunft – Engineering made in Erlangen



Gerade waren wir mit unserer neuesten Plattform Signia Nx deutschlandweit unterwegs und zeigten in interaktiven Workshops, was unsere neuesten Hörsysteme denn so können. Aber wissen Sie auch, wo die Signia Nx sowie die Vorgängerplattformen entwickelt wurden? Natürlich am Standort Erlangen. Und auch die zukünftigen Innovationen werden ihren Ursprung in der fränkischen Stadt haben. Deshalb investierten wir in unsere Forschungslabore und zogen kurzerhand in neue, modernere Räumlichkeiten um.

Die Neueröffnung fand im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften statt. Noch vor dem offiziellen Beginn konnten Hörakustiker aus der Region im Rahmen einer Führung die neuen Labore hautnah erleben.

„Der Standort Erlangen mit über 600 Mitarbeitern ist das Herzstück unserer Forschung und Entwicklung. Und darauf sind wir sehr stolz.“, betonte Geschäftsführer Christian Honsig bei der Begrüßung. Danach begann auch gleich der Blick hinter die Kulissen.

Einblicke in das Audiologie-Labor

Im Audiologie-Labor erhielten die Besucher Einblicke in die Arbeit unserer Audiologen und in die Optimierung und Verifikation der Anpassalgorithmen. Anschaulich erklärte Dr. Dirk Junius, Leiter der Audiologieentwicklung, wie moderne Probandentests ablaufen und wie die Ergebnisse in die Entwicklung unserer Hörsysteme einfließen. „Unsere neuen Labore sind nicht nur deutlich größer geworden, sondern darüber hinaus perfekt in die Arbeitsumgebung des Audiologieteams integriert“, freute sich Junius.

 

Unsere Hörsysteme testen wir im eigenen Windkanal

Wie werden Hörsysteme im Windgeräusch getestet?
Wie in geräuschvollen Umgebungen, beispielsweise an einer stark befahrenen Straße oder in einer belebten Kantine?

Im Wellenfeldsynthese-Labor werden auf faszinierende Weise akustische Umgebungen virtuell reproduziert, die sich kaum von der Realität unterscheiden lassen.

„Im Windkanal können Windgeschwindigkeiten von bis zu 43 km/h erzeugt werden.“, informierte Dr. Henning Puder, Leiter Embedded Systems und sein Kollege Jens Hain, Entwicklungsingenieur der Signalverarbeitung, sorgte dann auch gleich für einen frischen Wind im Labor und demonstrierte die effektive Windgeräuschunterdrückung der Signia Hörgeräte.

Absolute Stille im schalltoten Raum

Absolute Stille, eine von Nebengeräuschen völlig befreite Umgebung, bot dagegen die nächste Station: der reflexionsarme Raum, auch schalltoter Raum genannt, obwohl der Schall natürlich nicht sterben kann. Der Experte für elektroakustisches Design, Dipl.-Ing. Bernd Meister, beschrieb die notwendigen Eigenschaften eines reflexionsarmen Raumes, um wichtige Funktionen testen und Normmessungen für die Hörsysteme durchführen zu können.

Hörsysteme werden im Entwicklungszeitraum dort kontinuierlich vermessen und deren Konfiguration unter Idealbedingungen an der Kunstpuppe „Kai Kemar“ optimiert, dessen Spitznamen er von seinen Entwicklerfreunden bekommen hat. Von der absoluten Stille und einem typischen Messaufbau konnten sich die Teilnehmer dann im Raum selbst überzeugen, nachdem dessen Eigenheiten durch lautes Klatschen im Vorraum und in der Kammer durch ihre Ohren vermessen wurden.

Als Jocelyne Besson-Sandkamp, Digital ASIC Designerin, dann die Rechenpower und die Funktionen unserer zahlreichen Hörsystem-Chips präsentierte, waren die Teilnehmer vor allem von der Entwicklungsarbeit fasziniert. Erst recht, als sie zeigte, welche Größe das Reißbrett hat, auf dem die Chips entworfen bzw. konstruiert werden und wie klein der Chip dann tatsächlich ist.

 

Fast einzigartig in Europa: Die Antennenkammer

Die letzte Station war die Antennenkammer, die vollständig von Funkstörungen aus der Umgebung abgeschirmt ist. Hier informierte das Wireless-Team (siehe Bild) über die Entwicklung und Optimierung unserer ultrakleinen Wireless-Systeme. Angefangen bei der Verbindung der Hörsysteme untereinander bis hin zur Verbindung mit Smartphones. Eine Antennenkammer, ähnlich wie wir sie in Erlangen haben, gibt es in Europa übrigens nur noch ein weiteres Mal.

Am Ende der Führung waren die Teilnehmer begeistert, wie beispielsweise Herr Dominik Baumüller:

„Der Blick hinter die Kulissen der Hörgeräteentwicklung war beeindruckend. Besonders ist mir das Wellenfeldsynthese-Labor in Erinnerung geblieben, in welchem akustische Umgebungen virtuell nachgebildet werden. Darüber hinaus war der reflexionsarme Raum, in welchem man spürt, wie laut es in einem selbst ist, wenn es um einen herum still ist ein besonderes Erlebnis.“

Die Lange Nacht der Wissenschaft ging anschließend für die Öffentlichkeit weiter. Über 400 interessierte Besucher nahmen an den Führungen teil. Selbstverständlich hatten auch unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, ihren Angehörigen und Freunden Einblick zu geben.

Hierzu erzählte Richard Rose, zuständig für Wireless-Zertifizierungen: „Christian Honsigs Sohn meinte nach dem Verlassen der Antennenmesskammer: ‘Papa, das ist ja sooo eine abgefahrene Firma in der du arbeitest!’ ”

Das finden wir auch.

In diesem Sinne

Ihr Signia Team

 

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